Lana Del Rey
Album-Cover "Born to die"
Lana Del Ray - Born to die
Lizzy Grant alias Lana Del Rey wurde hierzulande mit "Video Games" bekannt. Jetzt erscheint ihr Album „Born to die“ und verspricht viele weitere Songs im von ihr gegründeten "Sadcore"-Style.
Mit 19 unterschrieb Lana Del Rey ihren ersten Plattenvertrag bei dem New Yorker Label Five Points Records. "Lana Del Rey a.k.a. Lizzy Grant" war eine gelungene Platte, etwas brav im Vergleich zur neuen Lana. Warum die CD plötzlich aus den Läden verschwand, möchte sie nicht verraten.
Seit dem 27. Januar ist nun Lana Del Reys Album „Born to die“ auf dem Markt. Ihre traurigen Liebeslieder bettet sie auf den von den Produzenten Guy Chambers und Eg White bereiteten Bett aus Harfen, Glöckchen, Streichern und modernen Beats. Lana Del Rey selbst nennt diesen Stil „Sadcore“.
"Video Games" erzählt aus der Perspektive einer jungen Frau und ist eine Hommage an den schmutzigen Glamour des alten Hollywood. Del Rey spielt gekonnt mit den Klischees einer Zeit, die sie selbst nie erlebt hat.
Vor allem beim Titelsong „Born to die“ und den bereits bekannten Singles "Blue Jeans" und "Video Games" sorgt Del Reys lasziver, vielseitiger Gesang für einen echten Flashback in die 50er und 60er Jahre.
"Carmen", das mit einem peitschenden Rhythmus unterlegt worden ist, und „National Athem“ fügen das Album zu einem Ganzen zusammen. Überhaupt ist das ganze Album unerwartet stark von den Achtzigern inspiriert. "Summertime Sadness" bringt diesen Aspekt am besten rüber, aber bei "Dark Paradise", einem billig klingenden Schlager, besteht Gewöhnungsbedarf.
Natürlich sind nicht alle Stücke so niedergeschlagen wie "Video Games". Das kühle "Off To The Races" zeigt Club-Qualitäten auf und der Titel-Song besticht mit einem spannungsgeladenen Beat. "Summertime Sadness" klagt ebenso wie "Dark Paradise" mit einer ordentlichen Portion an Melancholie.